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Ausbau der Wunderline startet

Grenzenlos mobil: Für ein verbundenes und nachhaltiges Europa • Streckenausbau zwischen Norddeutschland und den nördlichen Niederlanden startet • Ab Ende 2024 wieder Zugverkehr zwischen Bremen/Leer und Groningen

Hamburg, 02.12.2023 (BA/gm)
Die Deutsche Bahn (DB) startete am gestrigen Freitag offiziell mit der Modernisierung und dem Ausbau der Bahnstrecke Groningen–Bremen, auch „Wunderline“ genannt. Die Erneuerung der 173 Kilometer langen Strecke ermöglicht eine schnellere und komfortablere Verbindung zwischen Norddeutschland und dem Norden der Niederlande. Ab Ende 2024 soll sich die Fahrzeit für Reisende zwischen Bremen und Groningen auf weniger als zweieinhalb Stunden verkürzen. Züge können dann über den Neubau der Friesenbrücke fahren, der aktuelle Ersatzverkehr mit Bussen entfällt. 

Das Startsignal für den Ausbau gaben Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen, Hans Schrikkema, Generalsekretär der Provinz Groningen sowie Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung sowie Vorsitzender des Wunderline Lenkungsausschusses.

Ute Plambeck sagte: „Mit dem Ausbau der Wunderline setzen wir nicht nur ein Zeichen für den klimafreundlichen Bahnverkehr und die starke Schiene über Grenzen hinweg, sondern es entsteht eine schnellere, komfortablere und umweltfreundlichere Verbindung zwischen Bremen über Leer ins niederländische Groningen. Gleichzeitig stärken wir mit dem Streckenausbau die Wirtschaft und den Tourismus in der Region und ermöglichen mehr Mobilität auf der Schiene im ländlichen Raum.“

Hans Schrikkema: „Wunderline und Friesenbrücke sind die lang erwartete grenzübergreifende Verbindung zwischen Deutschland und den Niederlanden, ein wichtiger Impuls für die ganze Region und alle Kommunen entlang der Schienenstrecke. Ich bin froh, dass beide Länder so auch eine bessere Anbindung an den gesamteuropäischen Zugverkehr in Richtung Amsterdam und Kopenhagen erhalten. Damit können die Menschen in der Region zukünftig nicht nur schneller und komfortabler zwischen Bremen und Groningen reisen, sondern auch fernere Ziele einfacher mit dem Zug erreichen.“

Frank Doods ergänzte: „Durch die Wunderline und den Neubau der Friesenbrücke wird die Bahn für die Menschen nicht nur attraktiver: Es ist der lang erwartete Lückenschluss einer transeuropäischen Bahnverbindung zwischen Deutschland und den Niederlanden. Europa rückt durch dieses Projekt enger zusammen. Die Friesenbrücke ist eine gute Alternative zum Auto, und wir leisten einen Beitrag zur Klimaneutralität, denn: Im Umkreis von mehr als sechs Kilometern gab es bisher für Radfahrende und Fußgänger keine Querungsmöglichkeit der Ems. In Verbindung mit der Wiederinbetriebnahme und der Modernisierung der Bahnhöfe entlang der Wunderline schaffen wir wichtige Bausteine für die Mobilitätswende.“

Die Umsetzung der Wunderline ist in zwei Baustufen geplant. 124 Kilometer der insgesamt 173 Kilometer langen Strecke verlaufen über deutschen Boden. In der ersten Baustufe arbeitet die DB unter anderem an Gleisen, Weichen, Oberleitungen sowie Signalen auf dem Streckenabschnitt zwischen Ihrhove und der deutsch-niederländischen Grenze. Außerdem baut sie ein neues Elektronisches Stellwerk in Ihrhove. Parallel zu den Umsetzungsschritten auf deutschem Gebiet wird die Strecke in den Niederlanden ebenfalls modernisiert und ausgebaut.

Ein wesentlicher Teil des Vorhabens ist der Neubau der Friesenbrücke als Hub-Dreh-Brücke. Die bestehende Brücke wurde im Jahr 2015 von einem Frachtschiff zerstört. Seitdem müssen Reisende zwischen Leer und Weener Busse des Ersatzverkehrs nutzen. Durch den Neubau der Brücke und den Abschluss der Arbeiten Ende 2024 können die Züge wieder grenzüberschreitend verkehren. Fahrgäste müssen dann nicht mehr in Weener umsteigen.

Ausführliche Informationen zum Projekt „Wunderline“ gibt es hier und hier.

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