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National Express stabilisiert Betrieb durch reduzierten Fahrplan

Aufgrund der angespannten Personalsituation wird mit dem anstehenden Fahrplanwechsel zum 10. Dezember 2023 auch National Express einen reduzierten Fahrplan einführen, um den Betrieb für die Fahrgäste und das Fahrpersonal zu stabilisieren. Betroffen sind die Linien RE 11 (RRX) und RE 4.

Köln 04.12.2023 (BA/gm)
Aufgrund der angespannten Personalsituation wird mit dem anstehenden Fahrplanwechsel zum 10. Dezember 2023 auch National Express einen reduzierten Fahrplan einführen, um den Betrieb für die Fahrgäste und das Fahrpersonal zu stabilisieren. Hierfür wird die Linie RE 11 (RRX) im Abschnitt zwischen Düsseldorf Hbf. und Hamm (Westf.) eingestellt, während der Abschnitt zwischen Hamm (Westf.) und Kassel-Wilhelmshöhe weiterhin bedient wird. Außerdem wird die bereits bestehende Streichung einzelner Verstärkerfahrten der Linie RE 4 zwischen Aachen Hbf. und Düsseldorf Hbf. verlängert. Reisenden stehen zwischen Düsseldorf und Hamm die parallel verkehrenden Linien RE 1 (RRX) und RE 6 (RRX) via Essen Hbf. und Dortmund Hbf. zur Verfügung, sowie die Linie RE 3 mit Halt in Gelsenkirchen. 

Es ist für National Express ein zentrales Anliegen, die Fahrgastauswirkungen möglichst gering zu halten. Für die Kürzung der Linie RE 11 (RRX) sprach insbesondere, dass sich der Streckenabschnitt zwischen Dortmund Hbf. und Essen Hbf. aufgrund einer Baumaßnahme der DB Netz AG vom 5. Januar bis zum 23. Februar 2024 ohnehin für sieben Wochen im Ausfall befinden wird (Baustellenkommunikation erfolgt separat). Die Zeit bis zum Ende der Baumaßnahme möchte das Unternehmen gezielt nutzen, um durch innerbetriebliche Maßnahmen eine Entspannung der Personalsituation voranzutreiben. Durch den reduzierten Fahrplan sollen Personalkapazitäten geschaffen und somit kurzfristige Zugausfälle im gesamten Netz reduziert werden. Entsprechend erwartet National Express für seine Fahrgäste auf allen Linien eine bessere Zuverlässigkeit. „Wir wollen vermeiden, dass unsere Fahrgäste morgens von einem Zugausfall überrascht werden. Mit dem vorgestellten Betriebskonzept gewinnen wir nun Spielraum, um kurzfristige Krankmeldungen besser auffangen zu können“, so Geschäftsführer Jan Reinicke.

Nach der COVID-19-Pandemie und dem 9-Euro-Ticket führen aktuell insbesondere Infrastrukturstörungen, die hohe Zahl an Baumaßnahmen und der anhaltende Personalmangel zu Stress und Überlastung in der Belegschaft. Gemäß der im September vorgestellten Belastungsstudie des Landesprogramms „Fokus Bahn NRW“ stellt die Baustellensituation unter allen Berufsgruppen in der Eisenbahn den größten Stressfaktor dar. Denn durch kurzfristige Baumaßnahmen kommt es zu erheblicher beruflicher Mehrbelastung und zu massiven Veränderungen in den Schichtplänen. Entsprechend bleiben Freizeit und Erholung notgedrungen auf der Strecke, was sich wiederum in höheren Krankenständen in der ganzen Branche zeigt.

In diesem Jahr hatte National Express seine Ausbildungs- und Beschäftigungsoffensive noch einmal intensiviert und insgesamt neun Qualifizierungskurse angeboten. Dennoch blieben in letzter Zeit immer wieder Schichten unbesetzt. Kurzfristig ist eine Verbesserung dieser Situation nicht absehbar. „Die vergangenen Monate haben gezeigt: Das System Eisenbahn ist am Anschlag. Unsere Mitarbeitende geben jeden Tag ihr Bestes, um den Betrieb unter widrigen Bedingungen aufrecht zu erhalten. Aber die Belastungsstudie und die sich erhöhenden Krankenstände zeigen, dass wir als Unternehmen auch in der Verantwortung sind die Belegschaft zu schützen!“, verdeutlicht Reinicke.

Die geplanten Maßnahmen wurden mit den betroffenen Aufgabenträgern besprochen. Um sicherzustellen, dass die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden, sollen in den nächsten Wochen auch noch Optimierungen im Zusammenhang mit den Baustellenaktivitäten geprüft werden, um ein möglichst fahrgastfreundliches Angebot zu erreichen. National Express legt höchsten Wert darauf, eine Planbarkeit für Aufgabenträger, Fahrgäste und das eigene Personal zu schaffen. Es wird mit aller Kraft auf allen Ebenen, gemeinsam mit den Aufgabenträgern aber auch im Rahmen von Fokus Bahn NRW daran gearbeitet, eigene Personalressourcen zu stärken, offene Stellen nachzubesetzen und eine nachhaltige Lösung zu finden. Das Unternehmen dankt allen Beteiligten für ihr Verständnis und ihre anhaltende Unterstützung.

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