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DB investiert 40 Millionen Euro in den Ausbau des ICE-Werkes in Frankfurt-Griesheim

Spatenstich mit Staatssekretär Saebisch und Umweltdezernentin Dr. Rottmann – 15 neue ICE-Züge werden in Griesheim beheimatet – Bahn stärkt Standort Frankfurt

BahnaktuellFrankfurt a. M., 09.07.2010 (BA)
Zusammen mit dem Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Steffen Saebisch, und der Frankfurter Umweltdezernentin Dr. Manuela Rottmann gab der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Hessen, Dr. Klaus Vornhusen, das Startsignal für eine weitere Millioneninvestition der Bahn in Frankfurt. „Die Erweiterung des Werkes in Griesheim zeigt, wie wichtig für die Bahn die Verkehrsdrehscheibe für den internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr ist. Das ist ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Standort Frankfurt“, betonte Vornhusen.

Staatssekretär Saebisch zeigte sich hocherfreut über die Investition und dankte der DB AG. Gleichzeitig verwies Saebisch aber darauf, dass für die neuen Züge der seit langem erforderliche Ausbau der Infrastruktur in und um Frankfurt endlich beginnen müsse. „Erst mit den Neubaustrecken nach Mannheim und Fulda und dem Knotenpunkt FrankfurtRheinMainplus entfaltet das neue ICE-Werk seinen vollen Nutzen“, so der Staatssekretär.

Im Dezember 2008 hat die DB AG für den weiteren Ausbau des nationalen und internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehrs 15 mehrsystemfähige Hochgeschwindigkeitszüge bestellt, die ab Ende 2011 zum Einsatz kommen werden. Für 40 Millionen Euro Gesamtinvestition wird das ICE-Werk Griesheim um eine Werkstatthalle erweitert, die mit einer Höhe von 10 Metern, einer Länge von 238 Metern und einer Breite von 35 Metern drei Gleise umschließt, auf denen die neuen Züge instand gehalten werden können. Hinzu kommen eine Lagerhalle, ein Sozialgebäude und ein Wertstoffhof. Die Werkstatthalle wird so ausgelegt, dass zeitgleich auf bis zu sechs Ebenen Inspektions-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an den ICE-Zügen ausgeführt werden können.

Die Inbetriebnahme des neuen ICE-Werkes ist rechtzeitig zur Indienststellung der neuen ICE 3 für den Dezember 2011 geplant. Der neue ICE 3 besteht aus acht Einzelwagen und bietet bis zu 460 Reisenden Platz. Mit einer Antriebsleistung von 8.000 Kilowatt (rund 11.000 PS) ist er bis zu 320 km/h schnell. Der neue ICE 3 verfügt über einen unterflur angeordneten, verteilten Antrieb und ist deshalb besonders spurtstark. Die elektrische Bremse erlaubt eine Rückspeisung der Bremsenergie in das Netz. Dies kommt dem Klima zugute.

Stichwort Mehrsystemfähigkeit
Seit Ende 2004 wird der ICE 3 in vier verschiedenen Spannungssystemen eingesetzt. Die internationalen ICE 3-Linien nach Amsterdam, Brüssel und Paris haben ihren gemeinsamen Start- und Endpunkt in Frankfurt. Auf ihrer Fahrt in die internationalen Metropolen müssen die in Frankfurt-Griesheim beheimateten ICE-Mehrsystemtriebzüge mit verschiedenen Bahnstromnetzen zurechtkommen. Sie fahren neben den 15.000 Volt Wechselstrom in Deutschland auch unter 25.000 Volt Wechselstrom in Frankreich und Belgien, 3.000 Volt Gleichstrom ebenfalls in Belgien und 1.500 Volt Gleichstrom in den Niederlanden.

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