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Feierlicher Spatenstich zum Bau der Arnsdorfer Kurve

Investition von rund fünf Millionen Euro im Regionalnetz • Baumaßnahme bis Oktober abgeschlossen • Fahrzeitverkürzung: rund 45 Minuten von Dresden Richtung Kamenz
Leipzig/Dresden, 16.04.2009 (BA)
Mit einem symbolischen Spatenstich durch Benjamin Schmidt, Leiter Regionalnetze Südost DB Netz AG, Burkhard Ehlen, Geschäftsführer Verkehrsverbund Oberelbe, Dr. Bernd Rohde, Leiter der Abteilung Verkehr und Straßenbau im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und Michael Harig, Landrat des Landkreises Bautzen, wurde heute der Bau der Arnsdorfer Kurve begonnen. Mit dieser Infrastrukturmaßnahme verkürzt sich die Fahrtzeit zwischen Dresden und Kamenz um bis zu 14 Minuten, im Vergleich zum Fahrplan 2008, da das Wenden in Arnsdorf und die Zugbegegnung in Großröhrsdorf entfallen. Die Züge zwischen Dresden und Kamenz werden werktags im Stundentakt verkehren. In das Projekt werden rund fünf Millionen Euro investiert.

„Mit dem Bau der Arnsdorfer Kurve verbessert sich die Anbindung von Kamenz erheblich. Bahnfahren wird so für Pendler, Schüler und für Besucher der Region eine echte Alternative zum Auto. Die DB Netz AG setzt damit den Ausbau und die Modernisierung der Schieneninfrastruktur konsequent fort – das Engagement aller Beteiligter wird sich auszahlen“, unterstreicht Benjamin Schmidt die Bedeutung der Maßnahme.

„Wer aus Kamenz nach Dresden Neustadt fährt, spart täglich nicht nur zwölf Minuten pro Richtung, sondern hat zudem einen verbesserten Anschluss an den Fernverkehr in Dresden“, betont Burkhard Ehlen. Derzeit nutzen etwa 3.400 Fahrgäste an Werktagen den Zug auf der Relation Dresden–Kamenz. Der VVO ist sich sicher, dass nach Abschluss der Bauarbeiten noch mehr Reisende auf das attraktive Angebot zurückgreifen.

Für die Errichtung der Arnsdorfer Kurve wird der bereits vorhandene Bahndamm ertüchtigt. Nachdem das Gleisbett fertig gestellt ist, kann die Kurve an die Bahnstrecke Dresden–Görlitz beziehungsweise Arnsdorf–Kamenz angebunden werden. Im Herbst erfolgt der Anschluss an das Elektronische Stellwerk (ESTW) und die Inbetriebnahme. Die bauvorbereitenden Maßnahmen begannen schon im Herbst 2008. Im April erfolgen bereits erste Tiefbau- und Kabelarbeiten. Einschränkungen für die Reisenden wird es nur im Mai zum Einbau der Weichen und im Herbst zum Anschluss an das ESTW geben.

Bereits seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 haben die Arnsdorfer noch besseren Anschluss an Dresden, da die Regionalexpress-Züge aus Görlitz und Zittau etwa im Halbstundentakt in der Gemeinde halten. Dadurch wird der wegfallende Zughalt die Regionalbahn RB 34 mit Fertigstellung des Gleisstücks kompensiert.

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