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Bahnhof Forst (Lausitz) bald mit elektronischer Technik

Bauarbeiten zur Inbetriebnahme des neuen Stellwerks in vollem Gange • Kein Zugbetrieb vom 23. Oktober bis 5. Dezember 2011 • Elfeinhalb Millionen Euro investiert

Berlin, 20.10.2011 (BA/kmn)
Die Deutsche Bahn AG investiert im Bahnhof Forst (Lausitz) insgesamt rund sechseinhalb Millionen Euro Bundesmittel in moderne elektronische Stellwerkstechnik und Bahnanlagen. Während der Umstellung von Alt- auf Neutechnik, vom 23. Oktober, 19 Uhr, bis 5. Dezember 2011, 3 Uhr, müssen Bahnreisende zwischen Forst und Cottbus/Tuplice mit Bussen fahren. Der Eurocity „Wawel“ sowie der gesamte durchgehende Güterverkehr wird über Frankfurt (Oder) oder über andere Grenzübergänge umgeleitet.

Seit Anfang Juli wurde das eigentliche elektronische Stellwerk (ESTW) gebaut und ist schon betriebsbereit. Die neuen Signale stehen und auch die dazugehörigen Signal- und Fernmeldekabel sind auf fast zwölf Kilometer verlegt. Die einhergehende Sanierung von Gleisen und Weichen im Bahnhof steht kurz vor dem Abschluss.

In der sechswöchigen Sperrpause werden die abschließenden Arbeiten konzentriert: Das alte Stellwerk W 5 an der Berliner Straße wird zur Bedienzentrale des ESTWs umgebaut. Von dort wird ab 5. Dezember, 3.30 Uhr, ein Fahrdienstleiter den gesamten Zug- und Rangierbetrieb auf dem Bahnhof Forst steuern und überwachen. Dazu werden neue „Zugfahrstraßen“, einschließlich der Leit- und Sicherungstechnik, eingerichtet. Darüber hinaus gehen vier Bahnübergänge zwischen Bahnhof und Neißebrücke mit neuer Sicherungstechnik in Betrieb. Für mobilitätseingeschränkte wird ein neuer höhengleicher Bahnsteigzugang errichtet. Vier weitere alte Stellwerke werden zurückgebaut.

Die alte mechanische Stellwerkstechnik ist bis zu 100 Jahre alt und muss ersetzt werden. Die denkmalgeschützten Stellwerksgebäude bleiben erhalten. So wird auch das Gebäude der neuen Bedienzentrale äußerlich nicht verändert.

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