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Erfurter Hauptbahnhof wird zu Pfingsten für 64 Stunden gesperrt

Einbindung der Aus-und Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle-Berlin (VDE8) ist jetzt vorbereitet

Wird zu Pfingsten gesperrt - Der Erfurter HauptbahnhofErfurt, 13.05.2012 (BA/kmn)
Während einer 64-stündigen Totalsperrung des Erfurter Hauptbahnhofs vom 25. Mai (22 Uhr) bis 28. Mai 2012 (14 Uhr) nimmt die Deutsche Bahn AG zahlreiche neue Gleisanlagen in und um Erfurt in Betrieb. In dieser Zeit werden rund 12 Kilometer neue Gleise, 47 Weichen und 58 neue Signale – die seit März 2011 errichtet wurden – an das Elektronische Stellwerk (ESTW) angebunden. Damit erreicht die Einbindung der Aus- und Neubaustrecke Nürnberg–Erfurt–Leipzig /Halle–Berlin (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8, VDE 8 ) in den Knoten Erfurt einen wichtigen Meilenstein.

Die Inbetriebnahme macht einen umfassenden Softwarewechsel erforderlich, weshalb im Bereich Erfurt in dieser Zeit kein Zugverkehr möglich ist und der Knoten Erfurt großräumig umfahren werden muss. Für den Nah- und Fernverkehr wird in dieser Zeit ein komplexes Schienenersatz¬verkehrs¬konzept greifen (siehe Verkehrsmeldung Nr. 135). Der Geschäftsbetrieb der Handels- und Dienstleistungsunternehmen im Erfurter Hbf wird nicht beeinträchtigt sein.

Volker Hädrich bei der Präsentation des Ersatzkonzeptes„Die VDE 8 nimmt immer deutlichere Formen an. Schon in wenigen Jahren wird die Strecke eine unverzichtbare Eisenbahnverbindung für die Menschen in unserer Region sein. Der heutige Meilenstein ist gleichzeitig ein Zeichen für den planmäßigen Baufortschritt“, sagte Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG in Thüringen. „Die Bauarbeiten sind für Anwohner und Reisende natürlich eine große Herausforderung, denn bei Bauvorhaben dieser Dimension sind temporäre Einschränkungen leider unvermeidlich. Eine größtmögliche Transparenz in unserer Projektdurchführung soll die Offenheit in der Kommunikation unterstreichen, mit der wir dafür um Verständnis werben.“

Zum künftigen ICE-Knoten Erfurt gehört auch der Neubau von insgesamt 25 Kilometern Gleis, 75 Kilometern Oberleitungen, 110 Weichen und 13 Brücken. „70 Prozent der vorgesehen Leistungen im Bahnknoten Erfurt sind inzwischen fertig gestellt. Mit der aktuellen Inbetriebnahme ist jetzt die eisenbahntechnische Einbindung der Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt–Halle/Leipzig vorbereitet worden. Das heißt, bei laufendem Zugverkehr können die Gleise in den Bahnknoten integriert werden. Die Inbetriebnahme der Neubaustrecke in Richtung Leipzig/Halle ist für 2015 geplant, in Richtung Nürnberg für 2017“, bestätigte Olaf Drescher, Leiter des Großprojekts VDE 8 Nürnberg-Berlin den Baufortschritt.

Seit mehreren Jahren wird der Bahnknoten in insgesamt neun Baustufen bei laufendem Betrieb bis 2017 umgebaut. Ziel ist ein Knotenpunkt für die neuen schnellen Verbindungen aus Richtung München und Frankfurt am Main in Richtung Leipzig, Halle, Dresden und Berlin. Als Abschluss jeder Stufe werden die neuen Anlagen durch eine Softwareanpassung an die vorhandene Sicherungstechnik angeschlossen. Züge können während dieser sensiblen und sicherheitsrelevanten Arbeiten generell nicht fahren.

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