DB modernisiert während der Sommerferien die Murrbahn in zwei Bauphasen
Arbeiten vom 12. Juli bis 24. September 2010 ● Bündelung der Baumaßnahmen reduziert Bauzeit ● Umfangreicher Einsatz von Bussen während der Sperrung ● Investitionen in Höhe von rund 10 Millionen Euro
Stuttgart, 12.07.2010 (BA)
Die Deutsche Bahn erneuert von Mitte Juli bis Ende September 2010 die Murrbahn zwischen Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental. Nach den positiven Erfahrungen aus den Großbaustellen der rückliegenden Jahre wird die Strecke zur Durchführung der Arbeiten in zwei Phasen jeweils für den Zugverkehr komplett gesperrt. Durch dieses Verfahren und die Bündelung einer Vielzahl von Bauarbeiten kann die Bauzeit insgesamt erheblich verkürzt werden. Darüber hinaus kann durch dieses Arbeitsverfahren auch auf die akustische Warnung zur Baustellensicherung verzichtet werden, was die Lärmbelastung für die Anwohner deutlich reduziert.
In der ersten Phase vom 28. Juli (22.20 Uhr) bis 22. August 2010 (Betriebsschluss) wird die Bahnstrecke von Backnang nach Fichtenberg gesperrt. In der zweiten Phase vom 23. August (Betriebsbeginn) bis zum 11. September 2010 (Betriebsschluss) bleibt noch der Abschnitt Fichtenberg–Schwäbisch Hall-Hessental gesperrt.
Während der sechswöchigen Sperrungen werden rund 25 Kilometer Gleise (Schienen, Schwellen und Schotter) sowie 14 Weichen erneuert. Hinzu kommen umfangreiche weitere Arbeiten unter anderem an Eisenbahnbrücken und Entwässerungsanlagen sowie der Oberleitung.
- Auswirkungen Zugverkehr, erste Bauphase 28. Juli bis 22. August 2010
Stuttgart–Backnang
Die S-Bahn Linie 3 verkehrt unverändert. Von Montag bis Freitag fahren in der Hauptverkehrszeit einzelne Regional-Express-Züge bis bzw. ab Stuttgart.
Backnang–Schwäbisch Hall-Hessental
Alle Züge zwischen Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental entfallen und werden durch Busse ersetzt. Die Busse bedienen alle Unterwegshalte der ausfallenden Züge.
Von Montag bis Freitag verkehren in der Hauptverkehrszeit zusätzliche Schnellbusse über die B14 als Direktverbindung zwischen Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental. Die Schnellbusse fahren die Unterwegshalte Oppenweiler (Württ), Sulzbach (Murr) und Schwäbisch Hall Bahnhof an.
Schwäbisch Hall-Hessental–Crailsheim
Die Regional-Express-Züge (RE) Heilbronn–Schwäbisch Hall-Hessental–Crailsheim verkehren planmäßig.
Die Regionalbahnen, die im Abschnitt Öhringen–Schwäbisch Hall-Hessental fahren, werden bis Crailsheim verlängert. Dadurch wird der Anschluss in Crailsheim zu den RE-Zügen von und nach Nürnberg hergestellt.
RE-Züge Stuttgart–Nürnberg
Die RE-Züge Stuttgart–Nürnberg werden zwischen Waiblingen und Crailsheim über die Remsbahn (Strecke über Aalen) umgeleitet.
- Auswirkungen Zugverkehr, zweite Bauphase 23. August bis 11. September 2010
Stuttgart–Backnang–Murrhardt
Die S-Bahn Linie 3 verkehrt zwischen Stuttgart und Backnang unverändert.
Zwischen Backnang und Murrhardt pendeln Regionalbahnen. In Backnang besteht jeweils Anschluss zwischen S-Bahn und Regionalbahn, in Murrhardt zwischen Regionalbahn und Ersatzbus.
Von Montag bis Freitag fahren in der Hauptverkehrszeit einzelne Regional-Express-Züge im Abschnitt Murrhardt–Stuttgart.
Murrhardt–Schwäbisch Hall-Hessental
Alle Züge zwischen Murrhardt und Schwäbisch Hall-Hessental werden durch Busse ersetzt. Die Busse bedienen alle Unterwegshalte der ausfallenden Züge.
Von Montag bis Freitag verkehren in der Hauptverkehrszeit zusätzliche Schnellbusse über die B14 zwischen Sulzbach (Murr) und Schwäbisch Hall-Hessental. Die Schnellbusse halten unterwegs in Schwäbisch Hall Bahnhof.
Schwäbisch Hall-Hessental – Crailsheim
Die RE-Züge Heilbronn–Schwäbisch Hall-Hessental–Crailsheim verkehren planmäßig.
Die RB-Züge, die im Abschnitt Öhringen–Schwäbisch Hall-Hessental fahren, werden bis Crailsheim verlängert. Dadurch wird der Anschluss in Crailsheim zu den RE-Zügen von und nach Nürnberg hergestellt.
RE-Züge Stuttgart–Nürnberg
Die RE-Züge Stuttgart–Nürnberg werden zwischen Waiblingen und Crailsheim über die Remsbahn (Strecke über Aalen) umgeleitet.
Allgemeines
Durch den Ersatzverkehr mit Bussen ergeben sich teilweise veränderte Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie längere Reisezeiten. Anschlüsse können nicht immer sichergestellt werden. In einzelnen Gemeinden fahren die Ersatzbusse nicht die Bahnhöfe/Haltepunkte sondern Ersatzhaltestellen an.
Fahrräder können in den Bussen nicht mitgenommen werden. Lediglich an Wochenenden führen einzelne Busse einen Fahrradanhänger für bis zu 20 Fahrräder mit. Diese sind in den Fahrplänen besonders gekennzeichnet. In Fornsbach ist kein Ein- und Ausstieg mit dem Rad möglich, da die Ersatzhaltestelle direkt an der Landesstraße liegt. Fahrradgruppen können bei rechtzeitiger Voranmeldung auch unter der Woche befördert werden.
Informationsmöglichkeiten zu den Fahrplanänderungen
Für die Reisenden stehen umfangreiche Informationsmöglichkeiten zur Verfügung. Seit Juni 2010 sind die Ersatzfahrpläne über die Internet-Reiseauskunft der Bahn und auf der Homepage des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart (VVS) abrufbar. Seit Juli 2010 wird entlang der Strecke mit Plakaten auf Bahnhöfen, Haltepunkten und in Reisezentren, mit Spanntransparenten, 170 Ankündigungsplakaten in den Zügen sowie Memokarten für die Fahrgäste auf die Sperrung aufmerksam gemacht.
Darüber hinaus gibt es eine Fahrplanbroschüre mit allen Ersatzfahrplänen sowie Lageplänen zu den Haltestellen der Ersatzbusse. Die Broschüre hat eine Auflage von insgesamt 20.000 Exemplaren und ist in den DB Reisezentren, an den Service-Points, in den Bussen sowie bei den Kommunen erhältlich.
Informationen gibt es auch beim Kundendialog DB Regio Baden-Württemberg unter der Rufnummer 0711 2092-7087 (montags bis freitags, 7 bis 20 Uhr), unter der Service-Nummer der Bahn 0180 5 99 66 33 (14 ct/Min aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min) sowie im SWR-Text auf den Tafeln 528 und 529.
Für die Beeinträchtigungen bittet die Deutsche Bahn die Fahrgäste um Verständnis. Die Reisenden werden gebeten, die längere Fahrzeit bei der Reiseplanung zu berücksichtigen und soweit erforderlich eine frühere Verbindung zu wählen.