Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrag für die DB-Lokomotivführer
Frankfurt a. M., 30.07.2010 (BA)
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat sich gestern in Frankfurt in der zweiten Tarifverhandlung mit der Deutschen Bahn darauf geeinigt, dass der von der GDL entworfene Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrag (BuRa-LfTV) die Verhandlungsbasis für die Tarife für die Lokomotivführer im DB-Konzern ist. Bis dahin hat die DB den BuRa-LfTV rechtlich in Frage gestellt. Das ist zum einen ein entscheidender Meilenstein in den DB-Tarifverhandlungen: Denn damit wird eine Unterbietung des Lokführerlohnniveaus durch Haustarifverträge innerhalb des DB-Konzerns verhindert. Zum anderen ist das ein wichtiges Zeichen des Marktführers an alle nichtbundeseigenen Bahnen (NE-Bahnen), den BuRa-LfTV mit der GDL zu verhandeln. „Damit ist der Grundstein für ein einheitliches Tarifniveau für alle Lokomotivführer in Deutschland gelegt“, so der GDL-Bundesvorsitzende.
Die DB sieht jedoch zurzeit keinen Spielraum für Lohnerhöhungen. Dabei können sich die DB-Bilanzen sehen lassen. Der DB-Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube erkannte zumindest in der vorgestrigen Bilanzpressekonferenz die Arbeit seiner Beschäftigten an: „Die Mitarbeiter haben wesentlich zu diesen guten Zahlen beigetragen“. „Wir werden uns selbstverständlich nicht mit einer Nullrunde abfertigen lassen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Die GDL hat jedoch akzeptiert, dass sie gestern noch kein Lohnangebot erhalten hat, weil sie in den grundlegenden Punkten einen großen Schritt vorwärts gekommen ist.
Die nächste Tarifrunde findet am 3. August 2010 in Berlin statt.