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RRX: Planung für Planfeststellungsabschnitt (PFA) 3.0a beim EBA eingereicht

Nächster Schritt für den sechsgleisigen Ausbau im Bereich Düsseldorf Flughafen, Lichtenbroich und Kalkum

Düsseldorf, 05.04.2019 (BA/gm)
Die Deutsche Bahn (DB) hat die Planungsunterlagen für den nächsten Planfeststellungsabschnitt, den PFA 3.0a (Düsseldorf-Unterrath – Düsseldorf-Kalkum), beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Rund ein Dutzend Ordner mit verschiedenen Plänen zum neuen Bahnsteig am Düsseldorfer Flughafenbahnhof, zum neuen Kreuzungsbauwerk in Kalkum und zu den Brückenbauwerken sowie Berichte und Gutachten u.a. zum Schallschutz und zu Umweltbelangen hat die Deutsche Bahn in den letzten Jahren erarbeitet und für die Einreichung bei Eisenbahn-Bundesamt vorbereitet. Jetzt müssen die Unterlagen von der Behörde geprüft und dann der Bezirksregierung übergeben werden. Die Bezirksregierung bereitet dann die Offenläge der Pläne vor, bei der Bürgerinnen und Bürger und die sogenannten Träger öffentlicher Belange ihre Einwendungen und Stellungnahmen zu den Planungen abgeben können. Erst wenn das komplette Planfeststellungsverfahren durchlaufen ist, hat die DB Baurecht und kann mit den Bauvorbereitungen beginnen. 

Planungen für den RRX zwischen Unterrath und Kalkum
Der PFA 3.0a beginnt in Düsseldorf-Unterrath südlich der Straßenüberführung Kieshecker Weg. Er endet an der Gemarkungsgrenze zwischen Düsseldorf-Kalkum und Düsseldorf-Angermund.

In Höhe des Düsseldorfer Flughafens beginnt der Ausbau auf sechs Gleise. Die beiden neuen Gleise werden durch die freie Röhre im bestehenden Flugschutzbauwerk unter der südlichen Start- und Landebahn des Düsseldorfer Flughafens hindurchgeführt. Für den RRX entsteht in diesem Abschnitt auch ein zusätzlicher Bahnsteig am Flughafenbahnhof, ein weiterer Bahnsteig wird umgebaut.

Im Bereich des ehemaligen Bahnhofs Kalkum ist der Neubau eines Kreuzungsbauwerkes geplant. Grund für dieses Bauwerk ist der Wechsel von Linien- auf Richtungsbetrieb zwischen Düsseldorf und Duisburg. Ohne dieses Bauwerk müssten die Züge über mehrere Gleise wechseln und würden sich gegenseitig behindern.

Vorgesehene Schallschutzmaßnahmen im Rahmen des Ausbaus des RRX
Nach den Ergebnissen des Schallgutachtens ist im Baubereich des PFA 3.0a in Düsseldorf-Lichtenbroich auf der bahnrechten (östlichen) Seite eine Schallschutzwand mit einer Länge von rund 900 Metern und einer Höhe von 6 Metern geplant. Diese wird in Teilen mit dem vorhandenen Wall kombiniert. In Düsseldorf-Kalkum sieht das Schallgutachten auf der bahnlinken (westlichen) Seite eine Schallschutzwand mit einer Länge von 650 Metern und ebenfalls einer Höhe von 6 Metern vor. Auf einer Länge rund 1,8 Kilometer soll zusätzlich das besonders überwachtes Gleis eingesetzt werden. Hierbei wird der akustische Zustand der Schienen jährlich gemessen. Ist ein Grenzwert überschritten werden die Schienen wieder glatt geschliffen. Das reduziert die Lärmbelastung um bis zu drei Dezibel. An insgesamt sechs Gebäuden sind passive Schallschutzmaßnahmen vorgesehen.

Aufgrund der baulichen Veränderung des Verkehrsweges ergibt sich für die Anwohner im Baubereich ein Anspruch auf Schallschutz gemäß des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in Verbindung mit der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV). Die Ergebnisse des Gutachtens sind Teil der Antragsunterlagen. Eine endgültige Entscheidung über die Schallschutzmaßnahmen fällt das Eisenbahn-Bundesamt in seinem Planfeststellungsbeschluss.

Weitere Informationen zum Projekt RRX finden Sie im Internet unter www.rheinruhrexpress.de

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