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Container-Terminal Ulm/Dornstadt: Dritter Portalkran sorgt künftig für mehr Umschlag

Mehr Hub für eine der wichtigsten Umschlaganlagen des kombinierten Verkehrs in Baden-Württemberg • Arbeiten erfolgen bis Mitte August 2019 unter rollendem Rad

Stuttgart, 31.05.2019 (BA/gm)
Unter dem Dach der Deutschen Bahn AG werden nicht nur Schienenwege in Deutschland betrieben, sondern auch Container- und Kombiterminals. Seit mehr als 25 Jahren ist das Terminal der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH (DUSS) ein Erfolgsmodell.

Das DUSS-Terminal Ulm zwischen Dornstadt und Beimerstetten, im Ulmer Norden, wurde 2005 in Betrieb genommen. Rund um das Terminal entstehen im Rahmen eines neuen großen Gewerbegebietes neue Logistikunternehmen. Die bisherige erfolgreiche Entwicklung des Standortes bewirkte einen starken Anstieg der intermodalen Verkehre, so dass nun die Erweiterung des DUSS-Terminals ansteht. Bis August 2019 geht daher ein dritter Portalkran in Betrieb. 

Der neue Kran, der 45 Meter lang, 25 Meter hoch ist und 330 Tonnen wiegt, wird mit Hilfe von Schwerlastkränen errichtet. „Da der neue Kran im laufenden Betrieb, also unter rollendem Rad errichtet wird, ist eine gute Vorbereitung immens wichtig, daher sind sowohl auf Seiten der DB als auch auf der des Kranherstellers erfahrene Spezialisten am Werk“, sagt Patrick Schmitz, Leiter des DUSS-Terminals Ulm.

Die durchschnittliche Umschlagmenge von rund 100.000 intermodalen Ladeeinheiten pro Jahr in Ulm kann dadurch auf 140.000 bis 145.000 Einheiten gesteigert werden. Damit wird die wichtige Kombiverkehrs-Drehscheibe weiterentwickelt und nachhaltig ausgebaut. Im Terminal Ulm arbeiten derzeit 30 Mitarbeiter von 5 bis 21 Uhr.

Schienenseitig ist das Terminal an die Hauptstrecke Stuttgart–München angebunden. Mithilfe der Umfahrungsmöglichkeit innerhalb des Terminals können Züge von der Hauptstrecke die intermodalen Ladeeinheiten in den spitzenüberspannten Umschlaggleisen des Terminals direkt bereitstellen und abholen. Direkt an der A8 gelegen, Ausfahrt Ulm West, ist das Terminal auch günstig über die Autobahn zu erreichen. Neben der A8 Stuttgart–München besteht Anschluss an die gut ausgebaute B10.

DUSS: Die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene – Straße (DUSS) wurde im November 1982 gegründet. Heute sind die DB Netz AG zu 75 Prozent, die Deutsche Bahn AG zu 12,5 Prozent sowie die Kombiverkehr GmbH & Co. KG zu 12,5 Prozent beteiligt. Die DUSS betreibt, plant und baut Umschlagterminals und eine Verladeanlage der „Rollenden Landstraße“ (RoLa) an der Schnittstelle der Verkehrsträger.

Mit einer durchschnittlichen Umschlagmenge von rund 2,2 Millionen intermodalen Ladeeinheiten pro Jahr setzt die DUSS rund 70 Millionen Euro in einem Geschäftsjahr um. Rund 570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich bundesweit um den reibungslosen Ablauf des Geschäfts. Mit ihren 23 Terminals, 1 RoLa-Anlage in Freiburg sowie 59 Portalkränen und 10 Reachstackern zählt die DUSS zu den größten Terminalbetreibern in Deutschland.

Daten und Fakten DUSS-Terminal Ulm

  • angeschlossene Verkehrsträger: Schiene/Straße
  • umschlagbare KV-Ladeeinheiten: ISO-Ct 20‘ -45‘, WB, Trailer
  • Anzahl Schienenportalkräne: zwei, ab August 2019 drei
  • Max. Hubhöhe: 12 m bezogen auf Oberkante LE
  • Max. Tragfähigkeit am Ladegeschirr: 41 t
  • Umschlagsarten: Twistlock, Greifzange
  • Max. Greifarmlänge: 3.600 mm
  • Max. Bodenabstellkapazität (ungestapelt): ca. 230 TEU in der Kranbahn
  • Max. Umschlagkapazität d. Terminals: ca. 100.000 LE p.a.
  • Umschlaggleise, kranbare Nutzlängen: 4 x 700 m
  • Max. Greifarmlänge: 3.600 mm
  • Max. Bodenabstellkapazität (ungestapelt): ca. 230 TEU in der Kranbahn
  • Max. Umschlagkapazität d. Terminals: ca. 100.000 LE p.a.
  • Umschlaggleise, kranbare Nutzlängen: 4 x 700 m

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