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Wiener Linien setzen weitere Energiespar-Maßnahmen um

Wien, 05.10.2022 (BA/gm)
U-Bahn, Bim und Bus sind die effizienteste Form der Mobilität in Wien. Der öffentliche Verkehr ist umweltschonend und nutzt Ressourcen um ein Vielfaches besser als der Individualverkehr. Im Hinblick auf die aktuelle Energiekrise setzen die Wiener Linien zusätzliche Maßnahmen, um Einsatz sowie Effizienz zu optimieren. Damit sollen rund zehn Prozent des jährlichen Energiebedarfs von Stationen, Werkstätten und Gebäuden der Wiener Linien eingespart werden.

„Mehr als zwei Millionen Fahrgäste leisten tagtäglich einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz in dem sie rasch, günstig und auch energieeffizient mit U-Bahn, Bim und Bus unterwegs sind und ergänzende Mobilitätsformen wie WienMobil-Rad nutzen. Mit weiteren Energiesparmaßnahmen setzen die Wiener Linien einmal mehr ein wichtiges Zeichen für den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen“, erklärt Öffi-Stadtrat Peter Hanke. 

Die Energiespar-Maßnahmen im Überblick
Während die Umsetzung laufender Energieeffizienzmaßnahmen nun beschleunigt wird, gibt es auch punktuelle Maßnahmen für diesen Herbst und Winter zur Reduktion des Energieverbrauches.

Dazu zählen u.a.:

  • Temperatur in U-Bahn und Straßenbahn sowie in Dienststellen wird um zwei Grad reduziert
  • Wiener-Linien-Schriftzüge werden ausgeschaltet
  • Reduzierte Beleuchtung bei Kunstwerken
  • Weitere Umrüstung auf LED-Beleuchtung in Gebäuden und Schienenfahrzeugen sowie Installation von Zeitschaltern in Gebäuden
  • Optimierung von Stationsbeleuchtung und Lüftungsanlagen

„Wir haben in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt, mit denen wir die Energie sehr effizient nutzen. In der aktuellen Krise ist es unsere Verantwortung, in allen Unternehmensbereichen noch einmal genauer hinzusehen und weitere Potenziale auszuschöpfen“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Durch die Temperaturreduktion in den Fahrzeugen, die weitere Umstellung auf LED-Beleuchtung in Stationen und Fahrzeugen sowie der Installation von Zeitschaltern und Bewegungsmeldern in Betriebsgebäuden und dem Abschalten von beleuchteten Schriftzügen gehen die Wiener Linien von einer Stromreduktion von rund elf Gigawattstunden pro Jahr aus. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von ungefähr 3.000 Vier-Personen Haushalten.

Außerdem werden Erdgasheizungen sukzessive getauscht und die Nutzung von Erdwärme wird ausgeweitet. Beim Heizen sollen rund sechs Gigawattstunden eingespart werden. Damit wird der jährliche Heizenergiebedarf von ungefähr 1.000 Vier-Personen-Haushalten eingespart.

Langfristige Energieeffizienz mit zahlreichen nachhaltigen Projekten
Seit Jahrzehnten sind die Menschen in Wien mit U-Bahn und Straßenbahn besonders klimafreundlich unterwegs. Maßnahmen, wie die Öffis langfristig Energie sparen können, werden seit vielen Jahren umgesetzt: So werden etwa seit 2019 Dächer von Öffi-Gebäuden mit Photovoltaik-Anlagen ausgerüstet. Bis 2025 werden 20 Solarkraftwerke auf 70.000 Quadratmeter Dachfläche entstehen.

Durch die Erneuerung der rund 400 Fahrzeuge starken Busflotte konnte der Energieverbrauch um gut ein Drittel gesenkt werden, obwohl das Angebot gleichzeitig um sechs Prozent ausgeweitet wurde. Auch Schulungen für effizientere Fahrweise oder die Nutzung der Bremsenergie von Schienenfahrzeugen haben sich in den letzten Jahren bewährt und zahlen auf eine emissionsarme Mobilitäts-Zukunft ein.

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