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DB Regio Hessen GmbH gewinnt Main-Weser-Bahn und Kinzigtalbahn

Frankfurt – Gießen – Marburg – Kassel und Frankfurt – Fulda – Bebra bleiben bei der Deutschen Bahn – Niddertal-Ausschreibung wird aufgehoben

Frankfurt a. M., 28.08.2010 (BA)
Die RMV-Linie 30 Frankfurt – Gießen – Marburg – Kassel und die RMV-Linie 50 Frankfurt – Fulda – Bebra wird künftig von der DB Regio Hessen GmbH gefahren, einer hundertprozentigen Tochter der DB Regio AG. In einer europaweiten Ausschreibung, die der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) gemeinsam mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) durchführte, hatte diese sich gegen andere Bieter durchsetzen können und erhielt am 27. August 2010 den Zuschlag für den Betrieb dieser beiden Linien ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 für zwölf Jahre. Die Ausschreibung erfolgte nach den zwingenden Vorgaben des EU-Rechts, den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, das das qualitativ beste und wirtschaftlichste Angebot abgeben hatte.

Die RMV-Linie 30 verbindet die Region Frankfurt RheinMain mit der Region Kassel und bedient dabei die Städte Friedberg, Gießen und Marburg sowie die Gemeinden des Wetteraukreises, des Landkreises Gießen, des Landkreises Marburg-Biedenkopf, des Schwalm-Eder-Kreises und des Landkreises Kassel. Das Angebotskonzept sieht RegionalExpress-Züge im Zweistundentakt vor, ergänzt durch zusätzliche Züge in den Hauptverkehrszeiten.

Die RMV-Linie 50 verbindet die Region Frankfurt RheinMain mit der Region Fulda und bedient dabei die Städte Frankfurt, Offenbach, Hanau, Gelnhausen, Wächtersbach, Bad Soden-Salmünster und Fulda. In der Hauptverkehrszeit fahren darüber hinaus zwei Zugpaare bereits ab/bis Bebra im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Das Angebotskonzept sieht vor, dass zwischen Frankfurt und Fulda RegionalExpress-Züge im Stundentakt fahren, ergänzt durch StadtExpress-Züge – ebenfalls stündlich – auf der Strecke Frankfurt – Wächtersbach. Montags bis freitags wird darüber hinaus in der Hauptverkehrszeit der Takt noch verdichtet werden.

Als Fahrzeuge für beide Linien sind fabrikneue sowie redesignte Doppelstockwagen vorgesehen. Sie entsprechen den Ausstattungsmerkmalen, die RMV und NVV gemeinsam erarbeitet haben. Dazu gehören unter anderem barrierefreie Zugänge mit Brücke oder Rampe, Stellflächen für Rollstühle sowie Anforderungstasten und Sprechstellen, die auch von Rollstuhlfahrern problemlos bedient werden können. Zudem verfügen sie über eine behindertengerechte Toilette. Alle Fahrzeuge sind klimatisiert, haben eine Videoüberwachung sowie optische und akustische Fahrgastinformationssysteme, die den neuesten Anforderungen entsprechen.

Die gleichzeitig vom RMV durchgeführte Ausschreibung des Teilnetzes Niddertal, mit den RMV-Linien 32 Frankfurt – Bad Vilbel – Friedberg – Nidda und 34 Frankfurt – Bad Vilbel – Glauburg-Stockheim, musste aufgehoben werden, da kein wirtschaftliches Angebot abgegeben wurde. Hier tritt der RMV nun mit denjenigen Bietern in Verhandlungen ein, die Angebote für die oben genannten Teilnetze abgegeben hatten. Dabei gibt der RMV die Kriterien in Bezug auf die Ausstattung der Fahrzeuge und das Leistungsangebot vor. Ziel und Zweck der Verhandlung ist es, ein besonders im Hinblick auf die Lärmemission umweltverträgliches Bedienungskonzept zu realisieren, bei einem qualitativ hochwertigen und wirtschaftlich tragfähigem Angebot.

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